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Flüchtlinge und Asyl: Unterbringung / Wohnen

Quelle: Ddrockstar / Fotolia

Die Stadt Chemnitz ist verpflichtet, die zugewiesenen Flüchtlinge nach ihrem Aufenthalt in der Erstaufnahmeeinrichtung weiter unterzubringen und hierfür ausreichende Unterbringungsplätze zur Verfügung zu stellen. Dabei favorisiert die Stadt Chemnitz eine Unterbringung in Wohnungen verteilt im gesamten Stadtgebiet.

Der Stadtrat hat am 18. Mai 2016 das Asylkonzept der Stadt Chemnitz als 1. Fortschreibung des Unterbringungs- und Betreuungskonzeptes von Flüchlingen beschlossen. Darin kann man sich über bestehende Unterbringungsformen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Betreuungs- und Integrationsangebote informieren.

Asylkonzept der Stadt Chemnitz

 

 

Unterbringungsformen

Die Unterbringung in Chemnitz findet in einem abgestuften Verfahren statt. Neu zugewiesene Asylbewerber werden in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Von dort kann nach einer Ersteingliederungszeit ein Wechsel in eine angemietete Wohnung, das sogenannte dezentrale Wohnen I, erfolgen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Wohnen mit eigenem Mietvertrag (dezentrales Wohnen II) möglich.
 

Gemeinschaftsunterkünfte

Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften ist seitens des Gesetz- und Verordnungsgebers der Regelfall. Mit Stand 31.12.2015 stehen in Chemnitz vier Gemeinschaftsunterkünfte mit 396 Plätzen zur Verfügung. Der Betreibervertrag für die zentrale Unterkunft (103 Plätze) in den beiden Hausaufgängen in der Haydnstraße 40 wurde zum 31.01.2015 beendet und ein Umzug der Bewohner fand am 29.12.2015 in die ersatzweise neu geschaffene Gemeinschaftsunterkunft auf der Straßburger Straße 1-3 statt. Zur Sicherung des weiteren Unterbringungsbedarfes wurde im April 2016 am Standort Annaberger Straße 231 eine weitere Gemeinschaftsunterkunft in Betrieb genommen.

 

Dezentrales Wohnen I

Alternativ zur Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften favorisiert die Stadt Chemnitz die Anmietung von Wohnungen, d. h. die Stadt Chemnitz schließt mit dem Vermieter einen Mietvertrag ab.

Die Wohnungen befinden sich in verschiedenen Stadtteilen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Hauptaugenmerk wird hierbei auf einzelne Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gelegt. Im Bedarfsfall sowie in Abstimmung mit dem Vermieter können auch mehrere Wohnungen in einem Wohnhaus angemietet werden. Eine Konzentration mehrerer Häuser im unmittelbaren Wohnumfeld soll dabei vermieden werden. Die Ausstattung der Wohnungen mit Einrichtungsgegenständen und Gebrauchsgütern erfolgt durch das Sozialamt.
 

 

Dezentrales Wohnen II

Beim dezentralen Wohnen II schließt der Asylbewerber den Mietvertrag unter Berücksichtigung der aktuellen Richtlinie über die Angemessenheit der Aufwendungen für Kosten der Unterkunft und Heizung nach dem SGB II und XII (KdU-Richtlinie) ab und richtet die Wohnung selbst ein. Über die Möglichkeit des dezentralen Wohnens II hat die Kommune unter Abwägung öffentlicher Interessen und der Belange des betreffenden Flüchtlings zu entscheiden.
 


Informationen für Vermieter

Gegenwärtig ist die Anmietung von zusätzlichem Wohnraum von privaten Vermietern nicht notwendig.



Förderprogramme

Fördermittel für Asylbewerber-Unterbringung in leerstehenden Wohnungen

Der Freistaat Sachsen unterstützt die Stadt und die Vermieter bei der Bereitstellung von Wohnungen für die Unterbringung von Asylbewerbern durch verschiedene Förderprogramme.
 


Förderung von Belegungsrechten an Wohnungen

Die Landkreise und kreisfreien Städte konnten Förderungen von Belegungsrechten an leerstehenden, nutzungsfähigen Wohnungen von privaten Wohnungseigentümern beantragen. Der Beantragungszeitraum ist abgelaufen.

 


„Fördermittel für die Sanierung von Gebäuden für Flüchtlingswohnungen"

Städtebaufördermittel konnten 2015 für Flüchtlingswohnungen bei der Sanierung von leerstehenden Gebäuden in ausgewiesenen innerstädtischen Fördergebieten in integrierter Lage beantragt werden. Die Stadt hat für Objekte, die 2016 und 2017 saniert werden, Förderanträge zu diesem Zweck an den Freistaat gestellt. Das Programm ist inzwischen wieder geschlossen.

Sobald bekannt ist, ob das Programm durch den Freistaat fortgesetzt wird, können erneut Anträge an die Stadt gestellt werden. Die Anforderungen an die Antragsunterlagen werden dann veröffentlicht.
 


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