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PRESSEMITTEILUNG 138 Chemnitz, den 08.03.2017

Bibliotheksentwicklungskonzept 2017 bis 2020

Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung das Konzept zur Entwicklung der Stadtbibliothek im Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz von 2017 bis 2022 – unter dem Vorbehalt der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel – beschlossen.

Die zukunftsorientierte Bibliotheksstrategie soll zur Qualitätssicherung und zur bürgerorientierten Nutzung von Ressourcen beitragen. Die technische und mediale Entwicklung spielt in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Stadtbibliothek.

Der barrierefreie, niederschwellige nicht kommerzielle Zugang zu verlässlichen Informationen wird die Arbeit auch in Zukunft prägen. Dabei wird es auch langfristig ein Nebeneinander im Angebot von Print- und digitalen Medien geben, allerdings wird das klassische Dienstleistungsmodell der Bibliothek mit dem Kerngeschäft „Ausleihe außer Haus“ weiter an Bedeutung verlieren.

Angesichts der Herausforderungen, wie z. B. demographischer Wandel, Integration und Inklusion sowie digitale Spaltung der Gesellschaft will die Stadtbibliothek ihr Angebots- und Dienstleistungsprofil zukunftsorientiert entwickeln und damit einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung leisten.

Ein Schwerpunkt liegt im weiteren Ausbau ihrer Funktion als öffentlicher innerstädtischer Lernort. Die Stadtbibliothek strebt eine Schlüsselposition bei der Vernetzung der Bildungsangebote auf kommunaler Ebene an.

Bis 2022 sollen die derzeit guten Leistungen stabilisiert bzw. gesteigert werden. Dies soll erreicht werden durch ein kundenorientiertes, flexibles Dienstleistungsangebot, die Optimierung der Angebote des Bücherbusses und der Ausleihstellen, die Erhöhung der Öffnungszeiten – für 2017 ist geplant, die Öffnungszeit der Zentralbibliothek mittwochs zu erweitern – und den Ausbau der medienpädagogischen Angebote und der verstärkten Zusammenarbeit mit Bildungsträgern. Alle Bibliothekseinrichtungen sollen zu attraktiven, modernen, barrierefreien, flexiblen Lernorten und interkulturellen Treffpunkten weiterentwickelt werden.

Neben physischen Medien werden verstärkt elektronische Medien das Bestandsbild der Stadtbibliothek Chemnitz prägen. Dieses Bestandssegment wird sich auf Grund des großen Kundenbedarfs in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln. Der aktuellen Medienentwicklung folgend, müssen kostenpflichtige Datenbankangebote und Online-Portale ausgebaut werden, um diese für alle Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

Für die Online-Angebote – „24-Stunden-Bibliothek“ – wird eine digital-analoge Gesamtstrategie der Stadtbibliothek Chemnitz entwickelt.

Um eine hohe gesellschaftliche Teilhabe und Integration aller Menschen zu erreichen, sind Niederschwelligkeit sowie Barrierefreiheit in der strategischen Ausrichtung der Stadtbibliothek von besonderer Bedeutung. Zielgruppen mit besonderen Bedarfen, wie z. B. bildungsbenachteiligte Menschen mit Handicap oder auch Migranten finden in den Angeboten eine immer größere Beachtung. Bewegungseingeschränkte und hochbetagte Kunden können sich mithilfe des mobilen Lieferdienstes die Medien in die Wohnung liefern lassen.

Für eine zeitgemäße und effektive Reservierung von Veranstaltungen wird bis Ende 2017 ein elektronischer Veranstaltungskalender implementiert.

Auch spezielle Veranstaltungen werfen ihre Schatten voraus. So werden 2018 die 7. Literaturtage stattfinden. Geplant ist, die „LESELUST“ zum überregionalen Lesefestival zu entwickeln. Ebenfalls 2018 sollen zur 875-Jahrfeier die historisch wertvollen Magazinbestände in einer Ausstellung präsentiert werden. 2019 begeht die Stadtbibliothek ihr 150-jähriges Jubiläum, hierzu ist eine Festwoche geplant.

2017/2018 erfolgt die Einführung der elektronischen Verpflichtungskarte. Die Kundendaten können dann papierlos verwaltet werden. Bereits 2017 soll als zeitgemäßer Service die Onlineanmeldung und die Onlinebezahlung eingeführt werden. Dann kann jeder Bürger orts- und zeitunabhängig Mitglied der Stadtbibliothek werden, die Dienstleistungen nutzen und seine Gebühren begleichen.

Für 2018 ist die Einführung einer gemeinsamen Kundenkarte mit der Bibliothek der TU Chemnitz geplant. Perspektivisch soll die Nutzung der Kundenkarte für alle Einrichtungen des Kulturbetriebes möglich sein und um weitere Funktionalitäten wie z. B. für Garderobenschränke, Toilettenzutritt oder Kopiermöglichkeit erweitert werden.

Bis 2022 sollen 85 % aller Kitas und Schulen der Stadt ein oder mehrere bibliotheks-pädagogische Angebote in der Bibliothek in Anspruch nehmen bzw. Bibliotheksmedien zur Nutzung in der Einrichtung entleihen. Hierfür ist zudem eine Verdopplung in der Anzahl der bibliothekspädagogischen Veranstaltungen geplant.

Pressestelle
Stadt Chemnitz

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