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PRESSEMITTEILUNG 286 Chemnitz, den 11.05.2017

Kulturbotschafter für die Kulturhauptstadt-Bewerbung vorgestellt

Fünf Chemnitzerinnen und Chemnitzer unterstützen den Programmrat bei der Vorbereitung der Bewerbung

Die "Kulturbotschafter" der Stadt Chemnitz für die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 / Foto: Kristin Schmidt Bild vergrößern

Samuel Harnisch, Ute Lierath, Chris Münster, Nicole Oeser und Stefan Tschök heißen die fünf Kulturbotschafter, die ab sofort Mitglied im Programmrat der Kulturhauptstadt-Bewerbung sind. Sie haben sich heute öffentlich vorgestellt, ihre Motivation für die Mitarbeit im Programmrat geschildert und sich bereit erklärt, den Bewerbungsprozess inhaltlich und konzeptionell zu begleiten.

Samuel Harnisch (16 Jahre) ist Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit der wechselvollen Geschichte von Chemnitz und der Stadtentwicklung. Später möchte er Architekt oder Stadtplaner werden. Trotz seines jungen Alters hat Samuel Harnisch schon Erfahrung im Ehrenamt gesammelt. Seit Juni 2015 ist er Mitarbeiter beim Stammposten 138 Chemnitz des christlichen Pfadfinderbundes Royal Rangers. Als Kulturbotschafter möchte er „ein paar frische Ideen“ in die Kulturhauptstadt-Planung einbringen und den Blick auf die Hoffnungen und Erwartungen der jungen Chemnitzer lenken.

Ute Lierath (60 Jahre) hat sich telefonisch beim Kulturhauptstadt-Sekretariat als Kulturbotschafterin beworben. Als Kulturbotschafterin möchte sie ihre Ideen und ihre Kraft einbringen, damit Menschen mit und ohne Behinderung die Stadt und das Potenzial, das in Chemnitz steckt, zusammen erleben können. Sie pflegt Kontakte zum „Weißen Stock e.V.“, dem Förderverein der Beratungsstelle für blinde und sehbehinderte Menschen und möchte ihr Netzwerk nutzen, um die Teilhabe der Menschen in Chemnitz am Kulturhauptstadt-Projekt zu fördern. Eine erste Idee, die Ute Lierath für die Kulturhauptstadt-Bewerbung hat, ist eine Denkfabrik für Kultur.

Chris Münster (32 Jahre) ist in Chemnitz in der freien Szene und der Subkultur verankert. „Jetzt erst recht!" ist sein Mottto und die Devise, die ihn zusammen mit Freunden dazu ermutigt hat, das Lesecafé Odradek als erstes kulturelles Etablissement im Alternativ-Objekt Leipziger Straße (Kompott) zu gründen. Dort organisiert er mehr als 60 Veranstaltungen im Jahr, darunter Lesungen, Filmabende, Konzerte, Diskussionen und Ausstellungen im Ehrenamt. Ihn reizt „die ehemalige Arbeiterstadt am Scheideweg zwischen Niedergang und Neubeginn.“ Als Kulturbotschafter möchte er den Akteuren der Kulturszene Mut für Experimente und Neues machen. Außerdem sieht er in der Herausforderung, die Chemnitzer Bevölkerung partizipieren zu lassen, eine besondere Chance, einmal auf Tuchfühlung zu gehen mit den Ideen und Ansichten, Vorlieben und Antipathien der Bewohner dieser Stadt.

Nicole Oeser (27 Jahre) ist gebürtige Karl-Marx-Städterin, hat ihre Heimatstadt für das Studium der Medienwirtschaft und des Sportmanagements zwei Mal verlassen und ist zweimal zurückgekehrt – aus „Liebe und Leidenschaft“ für Chemnitz und den hiesigen Sport. Sie engagierte sich bereits als Mitglied im Arbeitskreis des Chemnitzer FAN-Projektes und als Volunteer bei der Leichtathletik-WM in Berlin. Als Kulturbotschafterin möchte sie auf die Schönheit, die Chancen und Möglichkeiten von Chemnitz aufmerksam machen. Sie ist überzeugt, dass es die Verbindung von Kultur und Sport schaffen kann, die Chemnitzer, die die es werden wollen und alle anderen Menschen vom Zauber der Stadt zu überzeugen und zu zeigen, dass Chemnitz weit mehr als eine Stadt im Osten nahe Dresden und Leipzig ist.

Stefan Tschök (60 Jahre) ist Diplom-Ingenieur-Ökonom (Verkehrswirtschaft) mit einer Leidenschaft für Kunst, Kultur und Literatur. Schon in den 1980er Jahren wirkte er in verschiedenen Zirkeln mit, die sich mit Literatur auseinandersetzten, unter anderen im „Zirkel schreibender Arbeiter" des Heckert-Kombinats im damaligen Karl-Marx-Stadt. Es folgten erste Veröffentlichungen von Aphorismen und Kurzgeschichten in den achtziger Jahren und zwei weitere Publikationen 2012 und 2014. Als Kulturbotschafter möchte er in den kommenden Monaten und Jahren seinen Beitrag dazu leisten, die „grandiose Idee“ der Kulturhauptstadt-Bewerbung, die der Stadt viele Möglichkeiten der Entwicklung bieten kann, zu unterstützen.
Er sieht es als seine Aufgabe, für die Bewerbung von Chemnitz zur Kulturhauptstadt Europas einen breiten bürgerschaftlichen Prozess zu initiieren, der alle Lebensbereiche der Stadt und deren Protagonisten einbezieht.

Aus mehr als 50 Bewerbungen hat das Kulturhauptstadt-Sekretariat fünf Chemnitzerinnen und Chemnitzer als Kulturbotschafter für die Mitarbeit im Programmrat der Kulturhauptstadt-Bewerbung ausgewählt. Die erste Sitzung des Programmrates, an der die fünf Kulturbotschafter teilnehmen werden, wird am 23. Mai 2017 stattfinden.

Grundlage für die Mitarbeit der Kulturbotschafter im Programmrat ist der Beschluss des Stadtrates vom 25. Januar 2017, demnach fünf Bürger aller Altersgruppen der Stadt Chemnitz als ehrenamtliche Kulturbotschafter für den Programmrat gesucht waren. Die Ausschreibung der fünf Kulturbotschafter begann am 7. März 2017 und endete am 12. April 2017.

Zur Erläuterung:

Die Lenkungsgruppe wurde am 8. Februar 2017 zur strategischen Steuerung der Bewerbung vom Stadtrat berufen. Sie setzt inhaltliche Schwerpunkte, definiert Rahmenbedingungen und bereitet weitere erforderliche Stadtratsbeschlüsse vor.

Der Programmrat leistet die kreative Arbeit für die Bewerbung. Er entwickelt das Konzept für die Kulturhauptstadt und sammelt hierfür Ideen und Vorschläge. Bei der Programmarbeit wird er von internationalen Experten beraten.

Für das Projektmanagement und die Projektorganisation wurde mit Beschluss des Stadtrates vom 25. Januar 2017 ein Kulturhauptstadt-Sekretariat eingerichtet. Während der Vorbereitung der Bewerbung sind die Mitarbeiterinnen des Kulturhauptstadt-Sekretariats für Verwaltungs- und Controlling-Aufgaben und die kulturpolitische Arbeit zuständig. Zudem entwickeln sie Konzepte zur Beteiligung der Bürger. Leiter des Kulturhauptstadt-Projektes ist Ferenc Csák, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Chemnitz.

Die Kulturhauptstädte Europas tragen dazu bei, den Reichtum, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa herauszustellen und ein besseres Verständnis der Bürger Europas füreinander zu ermöglichen. Der Titel wird seit 1985 kontinuierlich jeweils für ein Jahr verliehen.
 

 
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Stadt Chemnitz

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