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PRESSEMITTEILUNG 605 Chemnitz, den 11.10.2017

Neuer Kita-Bedarfsplan bis zum Jahr 2020 vorgestellt

Stadt Chemnitz schafft weitere Plätze zur Kinderbetreuung

Das Amt für Jugend und Familie hat einen neuen Kita-Bedarfsplan vorgelegt, der bis zum Jahr 2020 gilt. Ziel der Kita-Bedarfsplanung ist es, den Rechtsanspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern in einer Kindertageseinrichtung oder einer Kindertagespflege umzusetzen sowie ausreichend Hort-Plätze vorzuhalten.

Die letzte Aktualisierung des Kita-Bedarfsplanes hatte der Stadtrat im Juni 2016 beschlossen. Nach Auswertung der statistischen Daten der Stadt Chemnitz hat sich die Zahl der wohnhaften Kinder im Alter von 1 bis 11 Jahren zwischen Juni 2016 und Juni 2017 um 695 Kinder erhöht. So lebten zum 30. Juni 2017 in Chemnitz 4 526 Kinder zwischen 1 und 3 Jahren, 8 490 Kinder zwischen 3 und 7 Jahren sowie 7 832 Kinder zwischen 7 und 11 Jahren.

Mit der neuen Kita-Bedarfsplanung wird nunmehr eine Prognose bis zum Jahr 2020 gegeben. Demnach wird mit einem Zuwachs von insgesamt 713 Kindern mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung zu rechnen sein. Gründe dafür sind:

  • die gestiegene Anzahl der Geburten, der wohnhaften Kinder und die Inanspruchnahme der Plätze in den letzten Jahren,
  • der Ausbau der Krippenplätze – besonders in der Tagespflege – und der damit verbundenen Bereitstellung eines Platzes in einer Kindertageseinrichtung ab vollendetem dritten Lebensjahr,
  • die steigende Anzahl von Kindern aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien und
  • die steigende Anzahl von Studierenden mit Kind.

Neben den bereits in die Bedarfsplanung eingeordneten zusätzlichen Platzkapazitäten (u.a. Bau zweier Kitas in Modulbauweise in der Innenstadt und in Glösa) ist die Schaffung von Platzkapazitäten 2018 und 2019 weiter zu entwickeln. So soll im Stadtteil Hilbersdorf eine weitere Einrichtung mit 100 Plätzen entstehen, um auch den Bedarf der angrenzenden bevölkerungsstarken Stadtteile Sonnenberg und Ebersdorf mit zu decken. Die Kindertageseinrichtung soll künftig durch einen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe betrieben werden. Eine zweite Einrichtung mit einer Kapazität von 100 Plätzen wird – so fern der Bedarf weiter steigend ist – in den Stadtteilen Kaßberg oder Altendorf geplant. Somit kann den verstärkten Nachfragen auf einen Kita-Platz in diesen Stadtteilen entsprochen werden.

Mit der Einordnung der neuen Kapazitäten steigt der Versorgungsgrad in Chemnitz bis zum Jahr 2020 im U3-Bereich auf 84,8 % (aktuell: 75,9 %), im Ü3-Bereich auf 96,2 % (95,4 %) und im Hortalter auf 97,1 % (94,9 %).

Inhaltlich ist in den kommenden Jahren der „Sächsische Bildungsplan“ die Grundlage für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in allen Chemnitzer Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege. Dieser bildet die Basis für die Konzeptentwicklung in den Einrichtungen. Dabei gilt es, eine Pädagogik umzusetzen, die einerseits der Stärkung kindlicher Autonomie und andererseits der Entwicklung der Fähigkeit zu sozialer Mitverantwortung als ganzheitlicher und komplexer Prozess entspricht. Die Gestaltung anregender und herausfordernder Lernumgebungen, die Zumutung von Themen, die Gestaltung der Mitwirkung von Müttern und Vätern, die Familienbildung, die Bereitstellung geeigneter Rahmenbedingungen, die Kooperation mit den Grundschulen sowie die Vernetzung im Gemeinwesen sind ebenso Grundlage des professionellen Handelns im pädagogischen Alltag wie die Beobachtung und Dokumentation von Bildungsprozessen, die Qualitätsentwicklung und die Selbstevaluation des pädagogischen Handelns der Fachkräfte in den Einrichtungen.

Der neue Kita-Bedarfsplan wird am 8. November auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen.

Pressestelle
Stadt Chemnitz

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