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PRESSEMITTEILUNG 269 Chemnitz, den 16.04.2018

Amethyst – der faszinierende Edelstein mit Geschichte

Vortrag des Museums für Naturkunde, 18. April, 18.30 Uhr, Veranstaltungssaal des TIETZ

Im Zuge der Sonderausstellung „BRILLANT, VIOLETT, WANDELBAR – Amethyst aus dem Herzen des Erzgebirges“ gibt Prof. Klaus Thalheim in seinem Vortrag „Amethyst – der faszinierende Edelstein mit Geschichte“ am kommenden Mittwoch, dem 18. April um 18.30 Uhr im Veranstaltungssaal des TIETZ faszinierende Einblicke in die Welt der Amethyste. Der Eintritt ist kostenfrei.

Der Name des Schmucksteines wurde dem Griechischen „amethystos“ entlehnt, was so viel bedeutet wie „vor Trunkenheit bewahren“ oder „unberauscht“. Für den Mineralogen ist Amethyst die violette Varietät des Minerals Quarz. Das Erzgebirge ist nicht nur das reichste europäische Gebirge an Kobalt-, Wismut- und Uranerzen,  es ist auch das reichste Fundgebiet von Amethyst. In die Geschichte eingegangen sind Vorkommen wie Geyer, Drebach, Wiesenbad, Mildenau, Wolkenstein, Warmbad/Großolbersdorf, Marienberg-Gelobtland, Pobershau und Purschenstein. Das Erzgebirge kann als das „Land der Amethyste“ bezeichnet werden. Hinsichtlich Konzentration und Vielfalt  gibt es nichts Vergleichbares in Europa.

Erste Erwähnung findet der hiesige Amethyst  bereits Mitte des 16. Jahrhunderts durch Agricola, der den Stein noch als „Hyacinth“ bezeichnete. In diese Zeit fällt auch seine Verwendung für kunstvolle Umrandung von Altarbildern in der Stadtkirche Penig. Selbst Chemnitz beherbergt diesen besonderen Schatz in einem Kunstwerk: Der Künstler Carl-Heinz Westenburger erhielt 1978 den Auftrag für ein 8,5 m breites und 3,5 m hohes Wandmosaik, das u. a. Pobershauer Amethyst zeigt. Das denkmalgeschützte Kunstwerk „Industrielandschaft Erzgebirge“ ist derzeit nicht öffentlich zugänglich. Informationen dazu erhalten Sie in der Sonderausstellung des Museums.

Warum gibt es im Erzgebirge so viel Amethyst? In der Erdgeschichte zerrissen Erdbeben immer wieder den harten Gneis. In den dabei entstandenen Spalten setzten sich Mineralien ab aus heißen wässerigen Lösungen. So entstanden gangartige Spaltenfüllungen mit Amethyst. Seine Farbe kann von einem hellen, leicht rosafarbenen bis zu einem dunklen Violett variieren und ist auf die Gegenwart von Eisen in den Kieselsäurelösungen zurückzuführen. Die violette Farbe entsteht letztlich durch radioaktive Bestrahlung aus dem Umgebungsgestein.

Prof. Klaus Thalheim ist Sektionsleiter und Kustos für Mineralogie an den Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden. Darüber hinaus ist er Honorarprofessor für Angewandte Mineralogie an der TU Dresden.

www.naturkundemuseum-chemnitz.de

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Stadt Chemnitz

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