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Bundestagswahl 2017: Allgemeine Informationen

Wahltermin

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag findet am 24. September 2017 in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.
 


Wahlsystem

Wahlgebiet/Wahlkreise/Wahlbezirke

Wahlgebiet ist das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Das Bundesgebiet ist in 299 Wahlkreise untergliedert. Die gesamte Wahlkreisgliederung für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag findet sich in der Anlage zum Bundeswahlgesetz (www.bundeswahlleiter.de)

Die Stadt Chemnitz bildet den Wahlkreis 162.

Zur Organisation der Ausübung des Wahlrechts ist das Stadtgebiet Chemnitz in 143 allgemeine Wahlbezirke unterteilt. Jedem Wahlbezirk ist ein Wahllokal zur Stimmabgabe zugeordnet.

Für die Ermittlung der Briefwahlergebnisse werden außerdem 30 Briefwahlvorstände gebildet.
 

Wahlsystem

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag findet am 24. September 2017 in der Zeit von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.

Das Wahlsystem ist eine Kombination von Personenwahl und Verhältniswahl.

Jeder Wähler hat zwei Stimmen:

  • Ÿ eine Erststimme für  die Wahl eines Wahlkreisbewerbers (Personenwahl) und
  • Ÿ eine Zweitstimme für die Wahl der Landesliste einer Partei (Verhältniswahl)


Von den 598 Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden

  • 299 Abgeordnete nach Kreiswahlvorschlägen mit einfacher Mehrheit in den Wahlkreisen gewählt (Erststimme). Gewählt ist der Bewerber im Wahlkreis, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte.
     
  • 299 Abgeordnete nach dem Grundsatz der Verhältniswahl aus Landeslisten gewählt (Zweitstimme). Den Landeslisten werden die Sitze im Verhältnis der auf sie entfallenden Stimmen zur Gesamtstimmenanzahl zugeteilt.
     

Wahl nach Kreiswahlvorschlägen - Erststimme

In jedem Wahlkreis wird ein Abgeordneter gewählt. Gewählt ist derjenige Bewerber, der die meisten Stimmen im Wahlkreis auf sich vereinigt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das vom Kreiswahlleiter zu ziehende Los.
 

Wahl nach Landeslisten - Zweitstimme

Entsprechend der Stimmenanteile, die eine Landesliste bei der Bundestagswahl erhalten hat, werden ihr Sitze im Bundestag zugeteilt. Sofern es sich nicht um Listen handelt, die von Parteien nationaler Minderheiten eingereicht wurden, werden nur Parteien (Landeslisten) berücksichtigt, die mindestens fünf Prozent der insgesamt abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten haben oder in mindestens drei Wahlkreisen den erfolgreichen Wahlkreisbewerber stellen konnten.

Die 598 regulären Bundestagsmandate werden in einem ersten Berechnungsschritt auf die 16 Bundesländer proportional zu ihrem Bevölkerungsanteil (ohne Berücksichtigung von Ausländern) aufgeteilt.

Auf Landesebene werden diese, dem Land zustehenden Bundestagsmandate, anschließend gemäß ihrem Zweitstimmenanteil im Land nach dem Sainte-Laguë/Scheppers-Verfahren proportional auf die einzelnen Landeslisten verteilt.
 

Überhangmandate

Erhält eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden, so behält sie diese Mandate als so genannte Überhangmandate und die Sitzzahl der Partei wird auf die Zahl der von ihr gewonnen Direktmandate angehoben. Damit die Größenverhältnisse der Parteien gemäß dem bundesweiten Zweitstimmenergebnis gewahrt bleiben, werden in einem zweiten Schritt (Ausgleichsverfahren) die Überhangmandate durch Ausgleichsmandate ausgeglichen.
 

Verfahren der Sitzberechnung

(1) Im Verfahren nach Saint-Laguë werden zunächst alle für einen Wahlvorschlag abgegebenen gültigen und zu berücksichtigenden Zweitstimmen addiert. Nicht berücksichtigt werden die Zweitstimmen derjenigen Wähler, die ihre Erststimme für einen im Wahlkreis erfolgreichen Bewerber abgegeben haben, für den in dem betreffenden Land keine Landesliste existiert, sowie Zweitstimmen von Parteien, die weniger als 5 Prozent der insgesamt abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten haben.

(2) Die Summe wird nunmehr durch einen Zuteilungsdivisor geteilt. Dieser ergibt sich aus dem Quotienten der Gesamtzahl der gültigen Stimmen aller an der Verteilung teilnehmenden Wahlvorschläge und der Anzahl der zu vergebenden Sitze:

Gesamtstimmenanzahl eines Wahlvorschlages / (Gesamtstimmenanzahl aller Wahlvorschläge mit mindestens 5 % / Gesamtzahl der Sitze)

Zahlenbruchteile unter 0,5 werden auf die darunter liegende ganze Zahl abgerundet, solche über 0,5 werden auf die darüber liegende ganze Zahl aufgerundet. Zahlenbruchteile, die gleich 0,5 sind, werden so auf- oder abgerundet, dass die Gesamtzahl zu vergebender Sitze eingehalten wird; ergeben sich dabei mehrere mögliche Sitzzuteilungen, so entscheidet das vom Bundeswahlleiter zu ziehende Los.
 

Wahlschein- / Briefwahlantrag

Wahlberechtigte, die am Wahltag nicht in dem Wahllokal ihres Wahlbezirkes wählen können oder wollen, benötigen für die Stimmabgabe in einem anderen Wahllokal einen Wahlschein.

Wahlberechtigte können auch vor dem Wahltag durch Briefwahl ihr Wahlrecht wahrnehmen. Dazu benötigen sie einen Wahlschein undBriefwahlunterlagen.

Der Antrag auf Zusendung eines Wahlscheines und der Briefwahlunterlagen befindet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Die Antragstellung ist auch per Fax oder auf elektronischem Weg über den Online-Wahlscheinantrag bzw. per E-Mail möglich.

Eine mündliche oder fernmündliche Beantragung (z. B.: per Telefon oder SMS) ist ausgeschlossen!
 


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Ansprechpartner

Stadt Chemnitz

Wahlbehörde
09106 Chemnitz
Tel.: 0371 488-1832
Fax: 0371 488-1897
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