Schnelleinstieg:


Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Chemnitz 2016

Der Einzelhandel unterliegt einem stetigen Strukturwandel. Die Kommunen können den Wandel im Handel aktiv begleiten. Für eine gezielte Steuerung der Einzelhandels- und Zentrenentwicklung ist die Aufstellung eines Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes aus rechtlichen und kommunalpolitischen Gründen unabdingbar.

Ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist eine informelle Planung ohne unmittelbare Rechtswirkung nach außen; es kann Baurechte weder schaffen noch vernichten. Das Konzept bedarf daher einer Umsetzung durch Bebauungspläne.

Der Chemnitzer Stadtrat hat am 07.12.2016 das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Chemnitz beschlossen. Es ist als städtebauliches Entwicklungskonzept bei der Aufstellung der Bebauungspläne insbesondere zu berücksichtigen (s. § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB).

Folgende Ziele werden mit dem Konzept verfolgt:

  • Stärkung der Chemnitzer Innenstadt und Positionierung als tragender Einzelhandelsstandort unter Berücksichtigung der oberzentralen Versorgungsfunktion
  • Sicherung und Ausbau der verbrauchernahen Versorgung, insbesondere der wohnungsnahen Grundversorgung der Bevölkerung
  • Überprüfung, Erhalt und Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche

Zur Sicherung und Umsetzung der vorgenannten Ziele enthält das Einzelhandels- und Zentrenkonzept folgende Kernelemente:

  • räumlich-funktionale Festlegung der zentralen Versorgungsbereiche
  • ortstypische Liste zur Differenzierung zwischen nahversorgungsrelevanten, zentrenrelevanten und nicht-zentrenrelevanten Sortimenten („Chemnitzer Liste“)
  • Ansiedlungskriterien zur Einzelhandelssteuerung unter Verknüpfung des Standortkonzeptes und der Sortimentsliste

Eine wesentliche Rolle im Chemnitzer Einzelhandelsgefüge spielen die zentralen Versorgungsbereiche. Das sind räumlich abgrenzbare Bereiche in städtebaulich integrierten Lagen, denen auf Grund vorhandener Einzelhandelsnutzungen – häufig ergänzt durch diverse Dienstleistungen und gastronomische Angebote – eine Versorgungsfunktion über den unmittelbaren Nahbereich hinaus zukommt. Sie sind zu erhalten und zu entwickeln.

 

Hierarchiches Zentren und Standortmodell Chemnitz / Dr. Lademann & Partner GmbH Bild vergrößern

Die Abbildung veranschaulicht die Zentrenhierarchie mit dem A-Zentrum Innenstadt an der Spitze.

Neben der Innenstadt konnten als zentrale Versorgungsbereiche fünf C-Zentren und 15 D-Zentren identifiziert werden.

Darüber hinaus wurden 19 Privilegierte Nahversorgungsstandorte und sieben Sonderstandorte des großflächigen Einzelhandels (keine zentralen Versorgungsbereiche) identifiziert.

Bei den Privilegierten Nahversorgungsstandorten handelt es sich um Bestandsstandorte des Lebensmitteleinzelhandels. Sie tragen aufgrund ihrer integrierten Lage im Siedlungsgefüge in größerem Umfang zur wohnungsnahen Grundversorgung bei. Konzeptionell wird den dort ansässigen Bestandsmärkten eine Entwicklungsperspektive eingeräumt, damit die Nahversorgung weiterhin gesichert werden kann.

Neben der Sicherung der Nahversorgung ist als Ziel des Konzepts auch der Ausbau der Nahversorgung verankert. Hintergrund ist, dass im Stadtgebiet Bereiche existieren, in denen die Bewohner fußläufig nicht versorgt sind. Diese Bereiche wurden einer detaillierten Analyse unterzogen. Im Ergebnis wurden unter Berücksichtigung von Tragfähigkeits- und Verträglichkeitsaspekten vier Suchräume abgeleitet, in denen eine Neuansiedlung eines  Nahversorgungsbetriebs außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche zu begrüßen wäre.
 

 

Schnell-Links:


Veranstaltungskalender

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
4 Wochen anzeigenKalender - Wochenansicht und Monatsansicht umschalten

Ansprechpartner

Stadt Chemnitz

Stadtplanungsamt
Christian Schmidt
09106 Chemnitz
Tel.: 0371 488-6167
Fax: 0371 488-6199
E-Mail senden