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Kinder- und Jugendärztlicher Dienst

Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst ist zuständig für die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen in den Schulen und Kindertagesstätten. Ziel dabei ist, gesundheitliche Störungen und Entwicklungsauffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und in Zusammenarbeit mit den Eltern die dementsprechende Diagnostik und eventuell erforderliche Therapie zu empfehlen. Die Aufgaben werden von Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin, Ärzten anderer Fachrichtungen und sozialmedizinischen Assistentinnen wahrgenommen.

Grundlage für die Arbeit sind:

  • das Schulgesetz für den Freistaat Sachsen §26a
  • die Schulgesundheitspflegeverordnung vom 10.01.2005 (SchulGesPflVO)
  • das Sächsische Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (SächsKitaG) §7
  • das Gesetz  üder den öffentlichen Gesundheitsdienst in Sachsen, SGB VIII, §35a (Jugendhilfegesetz)
  • sowie SGB XII, §53 (Sozialhilfegesetz).

Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst erbringt folgende Leistungen:

  • Untersuchungen in Kindertagesstätten,
  • Einschulungsuntersuchungen,
  • Schuluntersuchungen in der 2. und 6. Klasse
  • Begutachtungen (Sportbefreiung, Förderschulverfahren, Eingliederungshilfe)
  • Kuruntersuchungen für Kinder von Beamten, Tel. 0371 488-5814
  • Untersuchungen zur Heim- oder Schulaufnahme unbegleiteter ausländischer Jugendlicher, Tel. 0371 488-5333

Untersuchungen in Kindertagesstätten

Ziel der Untersuchung:

  • Frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsauffälligkeiten und dadurch bedarfsgerechte Förderung, um eine fristgerechte Einschulung zu ermöglichen
  • Die Entwicklungsbeurteilung betrifft dabei die Bereiche Sehen, Hören, Sprache sowie die Grob- und Feinmotorik.
  • Für eine Vergleichbarkeit auf Landesebene wird die Untersuchung in allen sächsischen Städten und Landkreisen standardisiert durchgeführt.

Wer wird untersucht:

  • Alle drei bis vierjährigen Kinder in sächsischen Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kindertagespflege haben einen Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchungen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst.
  • Die Untersuchung ist freiwillig und bedarf einer Einwilligung durch die Eltern

Ablauf der Untersuchung:

  • Nach der Terminvereinbarung zwischen der Kindertagesstätte und dem Jugendärztlichem Dienst des Gesundheitsamtes werden die Kinder in ihrer Einrichtung einzeln untersucht
  • An der Untersuchung können die Eltern teilnehmen oder bei Einverständnis der Eltern auch ein/e Erzieher/in. Außerdem kann zu öffentlich empfohlenen Impfungen beraten werden, wenn der Impfausweis vorliegt.
  • Die Untersuchung dauert ca. 30min

Was ist mitzubringen:

  • Gelbes Vorsorgeheft
  • Impfausweis


Einschulungsuntersuchungen

Ziel der Untersuchung:

  • Beurteilung des Entwicklungsstandes des schulpflichtigen Kindes
  • Frühzeitiges Erkennen von Problemen und Initiierung bedarfsgerechter Förderung

Wer wird untersucht:

  • Die Schulaufnahmeuntersuchung ist eine Pflichtuntersuchung für alle schulpflichtig gewordenen Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres das 6. Lebensjahr vollendet haben.
  • Die gesetzliche Grundlage dafür bildet das Schulgesetz des Freistaates Sachsen §26a und die Schulgesundheitspflegeverordnung.
  • Im Rahmen der Schulaufnahmeuntersuchung werden zwei Tests durchgeführt. Der pädagogische Test wird von den Pädagogen der künftigen Grundschule durchgeführt, die ärztliche Untersuchung erfolgt immer durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des zuständigen Gesundheitsamtes.

Ablauf der Untersuchung:

  • Die Untersuchung findet bis spätestens 31. März im Jahr vor der geplanten Einschulung des Kindes statt, entweder in der zukünftigen Grundschule oder im Gesundheitsamt.
  • Die Anwesenheit eines Elternteils bei der Schulaufnahmeuntersuchung ist notwendig.
  • Mit der Untersuchung erfolgt ein Beratungsgespräch zur optimalen Begleitung des Kindes in der Einschulungsphase, wobei individuelle Stärken und Schwächen beachtet werden.

Was ist mitzubringen:

  • Gelbes Vorsorgeheft
  • Impfausweis
  • wichtige Arzt- und Therapieberichte 

Schuluntersuchungen in der 2. und 6. Klasse

Ziel der Untersuchung:

  • Nach Schulgesetz für den Freistaat Sachsen §26a werden in den 2. und 6. Klassen Pflichtuntersuchungen an öffentlichen Schulen durchgeführt.
  • Die Schuluntersuchungen sollen den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen erfassen.
  • Die Eltern können an der Untersuchung teilnehmen oder die Untersuchungen auch durch einen Kinder- oder Hausarzt durchführen lassen und dem Schulleiter eine ärztliche Bescheinigung über die Durchführung der Untersuchungen vorlegen.

Ablauf der Untersuchung:

  • Einige Tage vor der Untersuchung erhalten alle Eltern Informations- und Fragebögen, die am Untersuchungstag (mit Unterschrift der Eltern im verschlossenen Umfang) zur Untersuchung mitgebracht werden.
  • Jedes Kind wird einzeln untersucht. Der Reihe nach erfolgen: Seh- und Hörtest, Messung von Körpergröße und -gewicht, Blutdruckmessung, körperliche Untersuchung, ärztliches Gespräch über Befundauffälligkeiten und Möglichkeiten der Einflussnahme, schriftliche Information an Eltern über auffällige Befunde und Überweisungsempfehlungen an niedergelassene Ärzte, Beurteilung des Impfstandes und Weitergabe von individuellen Impfempfehlungen an die Eltern, Ausgabe von Info-Materialien zur Gesundheitsförderun.
  • Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes sind bezüglich medizinischer Befunde und Informationen an die Schweigepflicht gebunden. Eine Weitergabe personengebundener Daten erfolgt nur mit Einwilligung der Eltern.
  • Entsprechend §26a (7) des Sächsischen Schulgesetzes gibt der untersuchende Arzt dem Schulleiter die notwendigen allgemeinen Hinweise, soweit aus den Ergebnissen der Untersuchungen Folgerungen für die Schule zu ziehen sind. Die Eltern sind verpflichtet, gesundheitliche Beeinträchtigungen des Schülers, die sich im Schulbetrieb auswirken können, der Schule mitzuteilen.
  • Jeder Schüler erhält einen kurzen schriftlichen Befundbericht. Die Eltern werden bereits in dem Ankündigungsschreiben um Einsichtnahme in die Befundberichte gebeten.
  • Impfungen werden nur nach ausführlicher Information und mit schriftlicher Einwilligung der Eltern im Rahmen der Sächsischen Impfempfehlungen durchgeführt.

Frühförderung

Kinder mit verzögerter oder auffälliger Entwicklung erhalten Hilfe in der Frühförderstelle der Heim gemeinnützigen GmbH und es gibt weitere Frühförderangebote.

Ziel der Betreuung behinderter oder von Behinderung bedrohter und entwicklungsgefährdeter Kinder ist eine frühestmögliche Erkennung von Problemen, ihre Behandlung und Förderung.

Betroffene Eltern oder Personensorgeberechtigte werden umfassend beraten und erhalten Anregungen zur Selbsthilfe im familiären Alltag.

Die Frühförderstelle arbeitet eng zusammen mit dem Audiologisch-Phoniatrischen Zentrum und dem Sozialpädiatrischen Zentrum der Ambulanten Diagnostik- und Therapiezentrum GmbH am Klinikum Chemnitz. Behandelt werden im Sozialpädiatrischen Zentrum manifeste Entwicklungsstörungen und Behinderungen aller Schweregrade sowie kinderneurologische Erkrankungen einschließlich Epilepsien. Auch Verhaltensauffälligkeiten und psychische, seelische und psychosoziale Störungen und psychosomatische Erkrankungen werden behandelt. Betroffene erhalten hier ebenfalls Beratung zu sozialen Ansprüchen und Fragen der Integration.


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