Chemnitz-Strategie: Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die Chemnitz-Strategie ist wie ein roter Faden für die Entwicklung der Stadt. Sie besteht aus Zielen und Leitlinien, an denen sich die weitere Stadtentwicklung für Chemnitz ausrichtet. Die Besonderheit liegt darin, dass die Chemnitz-Strategie kein starrer Plan, sondern flexibel und wandelbar ist. So kann auf Änderungen in der Bevölkerungsstruktur und der Bedürfnisse reagiert werden. Es werden durch die Chemnitz-Strategie Eckpfeiler vorgegeben, an denen sich die Stadt, ihr Aussehen und ihre Funktionen orientieren sollen.

In aller Kürze:

Die Chemnitz Strategie …

… ist das gesamtstädtische Leitbild unserer Stadt und antwortet auf die Frage wie sich Chemnitz bis 2040 entwickeln soll.

… entsteht aus einem intensiven, kritischen Dialog zwischen Bürgern, Stadtpolitik und Verwaltung.

... wird Selbstverpflichtung aller Beteiligten  und ist Grundlage für zukünftige, politische Entscheidungen und Fachkonzepte.

… berücksichtigt die Eigenheiten der Stadt und selbstgesteckte Ziele bei der Auseinandersetzung mit globalen Veränderungsprozessen.
 

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Die Chemnitz-Strategie ist der Prozess zur Entwicklung eines gesamtstädtischen Leitbildes für unsere Stadt bis zum Jahr 2040. Alle Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Die Chemnitz-Strategie führt die Perspektiven von Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft über Ziele und Leitlinien der Chemnitzer Stadtentwicklung zusammen. Der Prozess mündet in einem konkreten Endprodukt. Inhaltlich vermittelt die Chemnitz-Strategie zwischen den vielfältigen Wünschen und Lebenswelten der Bürger, den Eigenheiten der Stadt und globalen Veränderungsprozessen, auf die wir als Stadtgesellschaft Antworten finden müssen.

 

Die Chemnitz-Strategie ist langfristig angelegt (Fundament) und wird bei künftigen Stadtentwicklungsprozessen und -projekten berücksichtigt. Sie wirkt wie eine Selbstverpflichtung aller Beteiligten zur Umsetzung und ist Grundlage für nachgelagerte Fachkonzepte.

 

Als gemeinsam entwickelte Stadtvision beantwortet die Chemnitz Strategie die Fragen „Wer bin ich?“ und „Wo will ich hin?“ Damit gibt sie Orientierung nach innen und nach außen. Nach innen wirkt die Chemnitz-Strategie wie ein Radar und Navigationssystem und fungiert als Arbeitsinstrument der Verwaltung. Die Chemnitz-Strategie zeigt Lösungswege für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Stadt auf, welche auch in der mittel- und langfristigen Haushaltsplanung berücksichtigt werden. Nach außen trägt die Chemnitz-Strategie das Profil und das Selbstverständnis der Stadt in die Öffentlichkeit. Daher ist die Chemnitz-Strategie ein lebendiger Prozess, welcher regelmäßig überprüft und fortgeschrieben wird.

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Es ist einfach mal an der Zeit. Seit den 1990er Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung sehr verändert: Chemnitz ist heute eine wachsende und wirtschaftlich dynamische Stadt. Das gibt uns als Stadtgesellschaft den Freiraum, kurz innezuhalten und bestehende Konzepte zu überdenken und zu aktualisieren. Gleichzeitig ist das der Moment, um sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. der Digitalisierung, dem demografischen Wandel, dem Klimawandel und der Mobilitätswende bewusst zu werden. Es gilt Antworten auf die Frage zu finden, mit welcher Haltung Chemnitz diesen Herausforderungen begegnen will.

Nun geht es also darum, weiterzudenken. Wie will, wie soll Chemnitz 2040 sein? Es braucht langfristige, zukunftsorientierte Konzepte für Chemnitz. Das stellte auch die Fraunhofer-Gesellschaft in ihrer 2016 durchgeführten Morgenstadt „City Lab“ – Analyse fest. Im Ergebnis wurden Stärken, Schwächen, Potenziale und Handlungsbedarfe für Chemnitz festgestellt. Aus diesen Empfehlungen heraus entwickelte sich die Stabsstelle in der Stadtverwaltung Chemnitz, die nun die Entwicklung der Chemnitz-Strategie koordiniert und gemeinsam mit vielen Akteuren der Chemnitzer Stadtgesellschaft erstellt.
 

Die Frage nach der Zukunft beschäftigt viele Städte, vor allem wenn sie durch einen historischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Umbruch geprägt waren. Karlsruhe und Braunschweig beispielsweise haben sich Konzepte erarbeitet, um zukünftige Projekte in eine Gesamtstrategie einzufügen. Hier können Sie sich ansehen, wie es zum Beispiel Braunschweig gemacht hat.
 

Stadtentwicklung geht uns alle an. Die Kernstadt, alle Ortsteile, ob urban oder ländlich geprägt, werden bei der Entwicklung der Chemnitz-Strategie in den Blick genommen.

Daher sind alle Chemnitzerinnen und Chemnitzer dazu eingeladen, sich mit Ideen, Wünschen und Kritikpunkten am Diskurs zur Chemnitz-Strategie zu beteiligen. Der Auftakt am 27.03.2019 lud zur Einstimmung auf das Thema und einen ersten gemeinsamen Brainstorming ein. Weitere öffentliche und themenbezogene Veranstaltungen werden folgen. Werden Sie Teil des Chemnitz von Übermorgen!
 

Auftakt Neu

 

Mit der Chemnitz-Strategie sollen möglichst viele Interessierte erreicht und zur Mitwirkung angeregt werden. Deshalb wird es einen Mix aus Informations- und Mitmachveranstaltungen, öffentlichen und Experten-Runden geben. Mit Veranstaltungsformaten, die Spaß machen und den direkten Dialog fördern, möchten wir die Chemnitz-Strategie mit Ihnen entwickeln.
 

Material zu den Beteiligungsmöglichkeiten zur Chemnitz-Strategie
 

Auf der Auftaktveranstaltung haben wir die Besucherinnen und Besucher an drei Stationen auf jeweils unterschiedliche Weise zu ihrer aktuellen Beziehung zur Stadt Chemnitz und zur Zukunft der Stadt befragt. Ihre Antworten gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der „Galerie der Gestalter“ in Form von bunten Selbstportraits und an der Station „3 Orte“ mit Klebepunkten auf einem großen Luftbild-Teppich. Im „140-Zeichen-Wald“ schrieben sie Karten, welche die großen Fragen an Chemnitz enthielten, die bis 2040 beantwortet sein sollen.

Im Anschluss an die Veranstaltung werden alle Karten und Portraits zunächst gesichert und digitalisiert, d.h. eingescannt und jedes Wort einzeln abgetippt. Im nächsten Schritt werden den einzelnen Aussagen treffende Schlagwörter zugeordnet, welche dann beispielsweise ausgezählt werden können (Wie oft wurde welches Thema genannt?) und die es ermöglichen, themenspezifische Cluster zu bilden. Je nach Anzahl der Wortmeldungen und der Vielfalt der Antwortmöglichkeiten kann dieser Vorgang mehrstufig sein und relativ aufwändig werden.
 

Probleme, offene Fragen, Ziele, Wünsche und Ideen werden ausgetauscht. Diese werden anschließend ausgewertet und fließen in den weiteren Prozess zur Erstellung der Chemnitz-Strategie mit ein. Ab Sommer 2019 sind weitere öffentliche Beteiligungsveranstaltungen geplant. Der Beschluss des gesamtstädtischen strategischen Leitbildes und einem damit verbundenen Ablaufplan zu dessen Umsetzung ist bis Ende 2020 vorgesehen.
 

Ein wichtiger Zwischenschritt ist das Jahr 2025, auf das sich im Zuge der Kulturhauptstadtbewerbung zahlreiche Projekte konzentrieren und aus dem wichtige Impulse für die Stadt hervorgehen. Bei der Bewerbung zum Titel ist es wichtig zu zeigen, wie es in der Stadt nach dem Europäischen Kulturhauptstadtjahr weitergeht. Somit spielt auch hier die Chemnitz-Strategie eine wichtige Rolle. Projekte wie die AGENDA 2030 oder der Verkehrsentwicklungsplan fließen ebenfalls in die Denkerei mit ein.
 

Stadtentwicklung ist ein langfristig angelegtes Thema. Hauruckaktionen sind da fehl am Platz. So wie wir jetzt unsere Stadt wahrnehmen und erleben, sahen es bereits Stadtplaner und Entwickler vor ca. 25 Jahren: Bereits in den 1990er Jahren begannen die Planungen für die Verdichtung der Innenstadt oder auch die Überlegungen zum „Chemnitzer Modell“, dessen erste Teilstrecke seit 2002 in Betrieb ist. Daher gilt es, bereits jetzt die Weichen für das Chemnitz im Jahr 2040 zu stellen. Wir müssen heute bewusste Entscheidungen treffen, damit die Visionen in 20 bis 25 Jahren Wirklichkeit werden und wir 2040 das Chemnitz sehen und erleben, wie wir es uns wünschen.