7. bis 13. Oktober 2019: Jugenddialog "Entdecker-Space"

Auf dem SCHLINGEL-Festival in der Galerie Roter Turm

Mit dem „Entdecker-Space 2040“ wollten wir die Jugendlichen dieser Stadt dort antreffen, wo sie in ihrem Alltag sowieso unterwegs sind. Was liegt da näher, als ins Shopping-Center „Galerie Roter Turm“ zu gehen? Vom 07. – 13.10.2019 ergänzte unser Entdecker-Space den Festivalbereich des SCHLINGEL um eine gemütliche Lounge, in der sich Jugendliche und Junggebliebene, die das Filmfestival besuchten, spielerisch mit ihrer Stadt beschäftigen konnten. Pro Tag kamen so etwa 3000 Schülerinnen und Schüler aus Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien Förderschulen und sonstigen sozialen Einrichtungen aus Chemnitz, aber auch aus Annaberg-Buchholz, Burkhardtsdorf, Flöha oder Olbernhau am „Entdecker-Space 2040“ vorbei.

Auf dem großen Luftbild-Teppich gab es Lieblings- und Meideorte in der Stadt zu entdecken und ein Panorama der Stadt mit dem Titel „Chemnitz ist für mich lebenswert, wenn…“ wollte durch eigene Zeichnungen der jungen Stadtbevölkerung ergänzt werden. Außerdem wurde die erste Version der Zielbereiche für die Chemnitz-Strategie zur Diskussion gestellt. Diese Zielbereiche wurden bisher im Fachprozess der Strategieentwicklung formuliert und auch auf den Langen Tafeln Ende September öffentlich diskutiert und ergänzt. Zum Schluss wollten wir noch wissen, was die Jugendlichen tun würden, wenn sie selbst Bürgermeisterin oder Bürgermeister wären. Jede einzelne Antwort wurde anschließend dokumentiert, wodurch sich die Bandbreite der Themen und die Häufigkeit der Nennungen abbildeten.

Jugenddialog

Ergebnisse und Themen

Das mit Abstand wichtigste Thema scheint dabei die Umwelt und deren Schutz und Wertschätzung zu sein. Mehr Bäume, weniger Müll, die Nutzung von Wind- und Solarenergie, bessere Fahrradwege und Tierschutz werden besonders häufig gefordert. Parks und Spielplätze sind essentielle Aufenthaltsorte, für die die Kinder und Jugendlichen augenscheinlich noch mehr Handlungsbedarf sehen. Zu den ganz konkreten Vorschlägen zählen beispielsweise die Begrünung von Fassaden und Flachdächern, gratis Trinkwasser im Stadtgebiet, die Einführung eines Müll-Sammeltages für alle Schulen und Naschecken in allen Parks, der Kaßberg - ein verkehrsberuhigter Stadtteil mit Parkhäusern, ein Familienschwimmbad und dass Schulgärten zu Permakulturgärten werden.

Im „Entdecker-Space 2040“ konnten so auf spielerische Art und Weise einige der Bedarfe und Aufenthaltsorte der Kinder- und Jugendlichen in der Stadt abgebildet werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die junge Generation durchaus eigene Ideen und Lösungsvorschläge für die drängenden Probleme unserer Zeit formulieren kann. Der Entdecker-Space zeigt also: Es lohnt sich, den Herausforderungen der Stadtentwicklung auch einmal spielerisch und mit der Kreativität der jungen Generation zu begegnen.