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Stolpersteine

Auf dem Gehweg vor dem Haus Hohe Straße 9 erinnern vier Stolpersteine an Kurt, Alice Dorothea, Lutz und Hanna Benjamin.

Auf dem Gehweg vor dem Haus Hohe Straße 9 erinnern vier Stolpersteine an Kurt, Alice Dorothea, Lutz und Hanna Benjamin. Hier bleiben Passanten stehen und lesen die Inschrift der Messingtafel auf dem Stein im Boden: „Hier wohnte …“.
Die Familie Benjamin wurde im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet.

Es ist ein Projekt gegen das Vergessen: Bereits 176 „Stolpersteine“ lassen in Chemnitz Menschen innehalten. Eingelassen in den Bürgersteig, erinnern die Gedenksteine an tragische Schicksale von Mitbürgern, die während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Tod getrieben wurden. 10 mal 10 cm kleine Messingtafeln auf den Steinen geben Auskunft über Namen und die wichtigsten Lebensdaten dieser Menschen und markieren ihre letzten Wohn- oder Wirkungsstätten.
 

 

Das Projekt „Stolpersteine“ geht auf den Kölner Künstler Gunter Demnig zurück.

Gunter Demnig bei einer Stolpersteinverlegung in Chemnitz / Foto: Stadt Chemnitz

Das Projekt „Stolpersteine“ geht auf den Kölner Künstler Gunter Demnig zurück. Dieser konzipierte die „Stolpersteine“ 1993 und konnte bereits ein Jahr später die ersten Gedenksteine in Köln verlegen.
Inzwischen erinnern über 43.500 „Stolpersteine“ in ca. 1000 Orten in Deutschland, den Niederlanden, in Belgien, Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn und der Ukraine an die Opfer. Viele weitere Orte haben bereits angefragt.

Anliegen ist es unter anderem, den Opfern des nationalsozialistischen Regimes, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein.
Gunter Demnig, vielfach für sein Projekt geehrt, erhielt 2005 das Bundesverdienstkreuz und den German Jewish History Award der Obermayer Foundation.

 

Projektarbeiten in Chemnitz - Ansprechpartner

In Chemnitz ergriff im November 2005 der Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Chemnitz VVN/BdA die Initiative zur Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt Chemnitz. Bereits am 6. Juli 2007 konnten die ersten sechs Gedenksteine verlegt werden.

Der Verein ist als Träger des Projektes verantwortlich für die inhaltliche Arbeit, Ansprechpartner für Vorschläge der zu ehrenden Personen und betreut die Paten, denn jeder Gedenkstein hat einen Paten.

Die Stadt Chemnitz unterstützt das Projekt: Die organsatorischen Vorbereitungen und die Verlegung der Gedenksteine werden durch eine Projektgruppe der Stadtverwaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig koordiniert.


Finanzierung - Pate werden

Die Finanzierung der Stolpersteine übernehmen Paten. Die Stadt Chemnitz trägt die Tiefbauarbeiten und die organisatorischen Leistungen.
 

Pate werden

Für 120 Euro kann jeder Bürger eine Patenschaft für Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Anfragen sind bitte zu richten an den Stadtverband Chemnitz des VVN/BdA, Rosenplatz 4, 09126 Chemnitz.

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Ansprechpartner

Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Chemnitz
Rosenplatz 4

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