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Smart Urban Services

Das Pilotprojekt "Smart Urban Services"

Chemnitz arbeitet mit an den Forschungsfragen der Zukunft. Sie ist Stadtlabor im Forschungsverbund „Smart Urban Services: Datenbasierte Dienstleistungsplattform für die urbane Wertschöpfung von morgen“. Die Frage lautet, wie Smart Urban Services einen Vorteil für Kommunen und deren Bewohnerinnen und Bewohner erzielen können.

Was sind Smart Services?

Smart Services sind intelligent vernetzte Dienstleistungen, die aus der Erhebung und Zusammenführung unterschiedlicher Daten entstehen. Für das Projekt wurde im Sommer 2017 eine Sensorinfrastruktur in Chemnitz aufgebaut.
 

 

 

Drei Smart Urban Services für Chemnitz

Interaktive Stadtkarte

Interaktive Stadtkarte Bild: Fraunhofer IAO, VideoVision Chemnitz

Es wird eine interaktive Stadtkarte entwickelt, die Bewegungen in der Stadt mit Veranstaltungsdaten verknüpft. Die Karte wird in der Innenstadt zu sehen sein und zeigen, was in Chemnitz los ist. Kooperationspartner ist das Stadtmagazin 371.
 

 

Visuelles Analysewerkzeug

Visuelles Analysewerkzeug Bild: Fraunhofer IAO, VideoVision Chemnitz

Es entsteht auf Grundlage der erhobenen Daten ein visuelles Analysewerkzeug, das Stadtplaner*innen, Forscher*innen und Verkehrsexpert*innen für ihre Arbeit einsetzen können.
 

 

MobiApp Chemnitz

MobiApp Chemnitz Bild: Fraunhofer IAO, VideoVision Chemnitz

App-Nutzer*innen können Feedback zu Verkehr und Mobilität in Chemnitz und dem öffentlichem Raum geben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eigene in der Stadt zurückgelegte Routen nach verschiedenen Kriterien zu bewerten. Zu den Bewertungskriterien zählen beispielsweise Pünktlichkeit des gewählten Verkehrsmittels, Sicherheit auf der gewählten Route oder der bauliche Zustand der genutzten Verkehrswege. Zusätzlich können Nutzer*innen Gestaltungsvorschläge erstellen und die Orte, an denen sie umgesetzt werden sollen, in einer Karte markieren.

Die Daten werden nach aktiver Zustimmung und Freigabe durch die Nutzer*innen für die Auswertung zur Verfügung gestellt. Diese können dann durch die Stadt Chemnitz im visuellen Analysewerkzeug genutzt werden, um etwaigen Hinweisen auf Schäden, Mängel oder Missstände im öffentlichen Raum sowie auf Straßen und Plätzen nachgehen und diese gezielt beheben zu können.

Die MobiApp Chemnitz ist im Google Playstore kostenfrei erhältlich.


Zur Entwicklung der Smart Services hatten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation die Bedarfe der Stadt Chemnitz analysiert. In den Entwicklungsprozess sind u. a. verschiedene Fachämter der Stadt Chemnitz und städtische Akteure wie die Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG), die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- u. Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE) das Studentenwerk Zwickau-Chemnitz eingebunden.
 

 

Sensoren in der Innenstadt

Sensoren

In der Innenstadt, auf dem Brühl und dem Campus der Technischen Universität Chemnitz wurden Umwelt- und Bluetooth-Sensoren an Ampeln und Straßenlaternen installiert. Während Erstere Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfassen, können Letztere Bewegungen registrieren. Die Bluetooth-Sensoren erfassen beim Vorbeigehen elektronische Endgeräte, wie Smartphones der Verkehrsteilnehmer*innen, sofern sie Bluetooth aktiviert haben. Für die Datenverarbeitung wurde ein umfassendes Datenschutzkonzept entwickelt.

 

Nutzerdaten anonymisiert

Datenschutzrechtliche Maßnahmen, wie die mehrstufige Anonymisierung von personenbeziehbaren Daten, verhindern Rückschlüsse auf Einzelpersonen und schützen so die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger. Die erfassten Daten werden zur prototypischen Entwicklung der drei intelligenten, vernetzten Dienstleistungen, sogenannte Smart Services, genutzt. Die Smart Services sollen auf innovative Weise dazu beitragen, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Die Broschüre zum Projekt

"Smart Urban Services" - Stadtlabor Chemnitz gibt einen Überblick über das Projekt in Chemnitz.

Broschüre zum Download
 

Projektpartner

Das Forschungsprojekt wird vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation geleitet. Weitere Projektpartner sind neben der Stadt Chemnitz das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart sowie Input Consulting – Gemeinnützige Gesellschaft für Innovationstransfer, Post & Telekommunikation mbH. Ein weiteres Stadtlabor wird in Reutlingen eingerichtet.

Die Pilotmaßnahme "Smart Urban Services: Datenbasierte Dienstleistungsplattform für die urbane Wertschöpfung von morgen" wird mit Mitteln vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" (Förderkennzeichen 02K14Z010 bis 14) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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