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Eine Idee zur Diskussion: Chemnitz Europäische Kulturhauptstadt 2025

Eine Idee zur Diskussion:  Chemnitz Europäische Kulturhauptstadt 2025 / Foto: Dirk Hanus

Die Stadt Chemnitz könnte Europäische Kulturhauptstadt 2025 werden. Um eine entsprechende Bewerbung vorzubereiten, soll die Idee in den kommenden Monaten mit den Chemnitzern diskutiert und entwickelt werden. Über dieses Vorhaben haben Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Kulturbetriebsleiter Ferenc Csák und Theater-Intendant Dr. Christoph Dittrich im August im Chemnitzer Rathaus informiert. Mit den Fraktionsspitzen von CDU/FDP, Linke, SPD, Bündnis 90/Grüne und Vosi/Piraten sowie einigen Akteuren aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft ist die Idee zur Bewerbung erarbeitet worden. Jetzt sind die Chemnitzerinnen und Chemnitzer eingeladen, mit ihren Ideen Teil des Vorhabens zu werden. Die Entscheidung über eine Bewerbung trifft der Chemnitzer Stadtrat im Januar 2017.
 

 

Debattentag zur Kulturhauptstadt

Mittwoch, 11. Januar 2017, 17 Uhr, Stadthalle Chemnitz, Kleiner Saal

Im Kleinen Saal der Stadthalle Chemnitz wird am 11. Januar 2017 öffentlich über die Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt debattiert. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, zum Vorhaben Stellung zu nehmen und ihre Argumente vor Abgeordneten von Bund, Land und Stadt und vor Vertretern der Stadtverwaltung, der Kulturszene, der Wirtschaft und Kreativwirtschaft, des Sports, der Industrie und der Universität zu äußern.

Die Debatte soll den Charakter einer erweiterten Ratssitzung annehmen. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Kulturhauptstadtbewerbung von Chemnitz. Der Chemnitzer Stadtrat hatte die Initiatoren der Kulturhauptstadtbewerbung aufgefordert, die Chemnitzer über das Vorhaben zu informieren und die Idee mit ihnen zu diskutieren. Die Entscheidung über eine Bewerbung wird der Stadtrat voraussichtlich in seiner Sitzung am 25. Januar 2017 fällen. Der Debattentag kann hierfür eine wichtige Orientierung sein.

 

Podiumsdiskussion: Kulturhauptstadt 2025 – Alles möglich?!

Dienstag, 13. Dezember 2016, 18 Uhr, Stadtbad Chemnitz

 

Am 13. Dezember 2016 hat im Stadtbad Chemnitz ein Podiumsgespräch stattgefunden. Die Chemnitzer waren dazu eingeladen, sich über das Potential einer Bewerbung der Stadt um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" zu informieren. Die Wahl des Ortes war kein Zufall. 1925 hatte der damalige Stadtbaudirektor Fred Otto eine Vision von einer modernen Stadt und entwarf das Bad im Bauhausstil. Das preisgekrönte Architektur- und Kulturdenkmal hat dem Wandel der Stadt in den letzten fast 100 Jahren getrotzt und inspiriert nun zu neuen Visionen: Chemnitz – Kulturhauptstadt Europas 2025. Am Gespräch im Stadtbad nahmen Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Generalintendant der Theater Chemnitz, Dr. Christoph Dittrich, Kulturbetriebsleiter Ferenc Csák sowie Dr. Simona Neumann, Generaldirektorin der Gesellschaft Temeswar 2021 und Jiří Suchánek, Generaldirektor der Gesellschaft Pilsen 2015 teil. In zwei lebhaften Vorträgen haben die Gäste aus Rumänien und der Tschechischen Republik ihre Erfahrungen an das Publikum weitergegeben, über Kosten aufgeklärt und gezeigt, wie sie es geschafft haben, die Bürger ihrer Städte und die Jury von sich zu überzeugen. Die Podiumsteilnehmer haben viele Fragen beantwortet.

 

"Chemnitz kann eine faszinierende Kulturhauptstadt sein"

Kulturbetriebsleiter Ferenc Csák, Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Theater-Intendant Dr. Christoph Dittrich präsentierten die Idee im Chemnitzer Rathaus / Foto: Harry Härtel Bild vergrößern

„Die Spannung zwischen Identität und Veränderung ist ein zentrales europäisches Thema. Ich bin überzeugt, dass Chemnitz eine starke, faszinierende Kulturhauptstadt sein kann“, so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. „Und deshalb haben wir den Mut und das Selbstbewusstsein, die Idee, Kulturhauptstadt werden zu wollen, nun auf die Tagesordnung zu setzen. Chemnitz steht in Vielem exemplarisch für die Gegenwart und Zukunft Europas.

Unsere Stadt hat in der Vergangenheit Brüche erlebt, tiefgreifende Veränderungen, aber wir haben sie gemeistert. Das prägt uns und macht Chemnitz zu dem, was es heute ist. Wir haben keine Angst vor Neuem, sondern sind, manchmal zwangsläufig, Experimentierfeld. Und gerade jetzt geht es um Identität, Zugehörigkeit und Umgang mit Veränderung. Das haben wir vielfach und sogar sprichwörtlich mit unserem Stadtnamen erlebt. Veränderung gehört so sehr  zum Lebensnerv von Chemnitz wie in keiner anderen deutschen Stadt. Und wir freuen uns darauf, entdeckt zu werden und zu überraschen.“

„Kultur ist viel mehr als Kunst. Sport gehört zum Beispiel dazu, Körperkultur, Essen, Mode, Kleingärten, Wissenschaft, Technik, Popkultur und noch so viel mehr“, meint Intendant Dr. Christoph Dittrich. „Kultur, das sind die Rituale unseres Alltags, die wir an unsere Kinder weitergeben. Wenn es uns gelingt, aus all diesen Bereichen die Experten in unserer Stadt zu finden, mit ihnen gemeinsam an der Bewerbung zu arbeiten, dann haben wir eine wunderbare Schnittmenge aus allem, was uns ausmacht. Und wir haben zusammen eine Geschichte zu erzählen, die für Besucher aus ganz Europa spannend ist.“

„Kulturhauptstadt wird man nur gemeinsam“, sagt Ferenc Csák, der 2010 die erfolgreiche Kulturhauptstadt-Bewerbung in Ungarn verantwortete. „Derzeit ist der absolut richtige Zeitpunkt, ein solches Vorhaben zu starten. Wichtig ist, eine Idee zu entwickeln, die das Besondere unserer Stadt als Teil Europas zeigt. Das Programm im Kulturhauptstadtjahr soll europaweit Anziehungskraft entfalten, Menschen neugierig machen auf Chemnitz und zugleich dem Zusammenwirken von Kultur, Bildung und Stadtentwicklung eine neue Qualität verleihen. Entscheidend ist, dass die Ideen nachhaltige Wirkung entfalten. Mindestens genauso wichtig wie das Veranstaltungsprogramm ist der gemeinsame Bewerbungsprozess und das, was nach 2025 bleibt.“

 

 

Was ist das Besondere an einer Kulturhauptstadt Europas?

Die „Europäische Kulturhauptstadt“ genießt eine einmalige Aufmerksamkeit in Europa. Wer Kulturhauptstadt werden möchte, muss mehr bieten als eine Reihe von Veranstaltungen oder klassisch-schöner Architektur: Es geht darum, die Besonderheiten und Stärken der Stadt zu zeigen und daraus ein Programm zu entwickeln, das die europäische Idee fördert, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger stärkt und Treiber für die breite Kultur und eine nachhaltige Stadtentwicklung ist. Kulturhauptstädte finden Antworten auf Fragen und Probleme, die sich heute und morgen für viele europäische Städte stellen.

Bleibende Erfolge bisheriger Kulturhauptstädten Europas waren zum Beispiel die Entwicklung brach liegender Areale, umgenutzte Infrastruktur, neue Kulturformate und -kooperationen, steigende Gäste- und Übernachtungszahlen, gewachsene Bekanntheit, ein verändertes Image sowie eine buntere und belebtere Stadt.

 

 

Wie funktioniert die Bewerbung?

Der Titel "Kulturhauptstadt Europas" wird seit 1985 kontinuierlich jeweils für ein Jahr verliehen. Die Europäische Kulturhauptstadt 2025 wird 2021 nach einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren vom Rat der Europäischen Union ernannt – zwei Städte Europas tragen pro Jahr diesen Titel. Im Jahr 2025 stellen Deutschland und Slowenien die Europäische Kulturhauptstadt. Die offizielle Bewerbungsphase für die Städte in Deutschland beginnt Ende 2018, die finale Entscheidung wird 2021 getroffen. Die Europäische Union begleitet den gesamten Auswahlprozess. In Deutschland trugen zuletzt West-Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen/Ruhr (2010) den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“.

 

 

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