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Melitopiler Bürgermeister Ivan Fedorov wurde freigelassen
Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Melitopil, Ivan Fedorov, ist nach offiziellen ukrainischen Angaben wieder freigelassen worden.
Oberbürgermeister Sven Schulze zeigt sich erleichtert: „Ich hoffe sehr, dass es Ivan Fedorow gut geht und bin dankbar, dass er freigelassen wurde. Gleichzeitig hoffe ich weiter, dass dieser schreckliche Krieg so schnell wie möglich beendet wird.“
Ivan Fedorov, war am Freitag, dem 11. März 2022 von russischen Soldaten inhaftiert worden. Die Stadt Chemnitz und die Industrie- und Handelskammer Chemnitz forderten in einer gemeinsamen Erlärung die sofortige Aufklärung und Freilassung des Bürgermeisters von der russischen Seite. Ivan Fedorov war im Oktober 2021 und zuletzt Ende Januar mit Unternehmerdelegationen in der Stadt.
IHK und Stadt Chemnitz fordern gemeinsam umgehende Freilassung des Melitopiler Bürgermeisters Ivan Fedorov
Gemeinsame Pressemitteilung von IHK und Stadt Chemnitz
Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Melitopil, Ivan Fedorov, wurde gestern von russischen Soldaten inhaftiert. Er ist seither verschwunden. Die Stadt Chemnitz und die Industrie- und Handelskammer Chemnitz sind äußerst besorgt über die Vorgänge. Ivan Fedorov war im Oktober 2021 und zuletzt Ende Januar mit Unternehmerdelegationen in der Stadt. Wir fordern die sofortige Aufklärung und Freilassung des Bürgermeisters von der russischen Seite.
Ivan Fedorov war in den vergangenen sechs Monaten gleich zweimal in der Stadt zu Besuch, jeweils an der Spitze von Unternehmerdelegationen aus seiner Stadt, mit dem Ziel, kulturelle und wirtschaftliche Kontakte mit unserer Region aufzubauen. Er und die Melitopiler Delegationen wurde sowohl von der Stadt als auch der Industrie- und Handelskammer offiziell empfangen und es wurde eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, dem Gesundheitssektor und der Kultur vereinbart. Unvergessen der emotionale Moment, an dem IHK-Referent Dr. Sebastian Liebold am 19. Januar zu Ehren der Delegation die ukrainische Nationalhymne auf dem Chemnitzer Carillon, dem Turmglockenspiel des Chemnitzer Rathauses, intonierte.
Beide Partner wurden gestern von der Stadtverwaltung Melitopil offiziell informiert, dass Bürgermeister Ivan Fedorov gegen 15:10 Uhr aus seinem vorübergehenden Dienstsitz, dem Palast der Kultur, von etwa zehn Soldaten der russischen Armee gegen seinen Willen und mit Gewalt aus seinem Büro entführt wurde. Seither besteht kein Kontakt und sein derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt.
Oberbürgermeister Sven Schulze und der IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich äußern sich entschieden über diese jüngste Entwicklung. „Wir fordern die unverzügliche Freilassung von Bürgermeister Ivan Fedorov und die umfassende Aufklärung des Vorgangs der russischen Besatzungsmacht.“ „Im Kontext dieses ohnehin irrsinnigen Krieges befürchte ich das Schlimmste für meinen geschätzten Kollegen. Wir haben während seines Besuchs konkrete Schritte für eine Kooperation beider Städte besprochen. An unserem Wusch zur Zusammenarbeit ändert sich nichts“, sagt OB Schulze. Und Hauptgeschäftsführer Wunderlich ergänzt: „Wir verurteilen den Angriff Russlands auf die Ukraine in all seinen Facetten. Nun kommt dieser persönliche Bezug dazu. Wir sind bestürzt und erschüttert über die Entwicklungen – aber auch solidarisch. Gerade gestern haben wir mit Spenden von Unternehmern und Mitarbeitern der IHK einen Hilfstransport nach Melitopil vorbereitet. Dieser fährt Anfang der kommenden Woche genau dorthin. Auch die Stadt hat sich sofort beteiligt. Da wussten wir von der Inhaftierung des Bürgermeisters noch nichts.“
Die Stadt Melitopil hatte vor der russischen Invasion am 24. Februar etwas mehr als 150.000 Einwohner, mit der umgebenden Region sogar 279.000. Sie fiel als erste ukrainische Mittelstadt am 26. Februar unter russische Kontrolle. Seither gibt es immer wieder Protestmärsche der Bevölkerung gegen die russische Besatzung der Stadt.
Fachlicher Ansprechpartner:
Christoph Neuberg
Geschäftsführer Standortpolitik,
Christoph.Neuberg@chemnitz.ihk.de
0371-6900-1220
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Foto: Superoke/istockphoto
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