Klimaschutz

Der Schutz des Globalklimas gehört zu den größten umweltpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Auch der fünfte Sachstandsbericht 2013/2014 des Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) bestätigte erneut das Fortschreiten der globalen Erwärmung, wofür als Hauptursache der Mensch genannt wird. Das globale Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum führte zu atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan und Distickstoffmonoxid (Lachgas), wie sie seit mindestens 800.000 Jahren noch nie vorgekommen sind.

Durch die Verstärkung des Treibhauseffektes über sein natürliches Niveau hinaus erfolgt ein Anstieg der globalen mittleren Jahrestemperatur.

Die Auswirkungen der Klimaerwärmung sind auch lokal zu spüren und die Stadt Chemnitz muss sich vermehrt klimatischen Extremereignissen wie Starkregen, Hagel und Sturm sowie zunehmenden Trockenperioden und Hitzewellen stellen. Klimaschutz auf lokaler Ebene spielt eine herausragende Rolle, denn menschliches Handeln insbesondere in den Städten ist verbunden mit Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen durch Fahrzeuge, Gebäude sowie durch die Aktivitäten ihrer Bewohner.
 

Unser Engagement für den Klimaschutz

Schon 1992 trat Chemnitz dem „Klima-Bündnis der Europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder/Alianza del clima" bei und unterzeichnete eine gemeinsame Selbstverpflichtung zur Reduktion von Kohlenstoffdioxidemissionen. Seit 2002 ist Chemnitz Mitglied im europäischen Netzwerk „EUROCITIES“ bei dem es um den Austausch zu erfolgreichen Klimaschutzprojekten geht. 2009 beschloss der Chemnitzer Stadtrat die Teilnahme am European Energy Award (eea), um Klimaschutz in der Stadt systematisch und effizient zu gestalten. Chemnitz erlangte bereits 2015 und 2019 den European Energy Award in Gold. Die Stadt verabschiedete 2012 ein integriertes Klimaschutzprogramm worin neben den Emissionen von Treibhausgasen und deren Ursachen auch der Klimawandel und die Klimafolgen betrachtet wurden. Im Ergebnis wurden Kimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen festgelegt.

Von 2019 bis 2020 erarbeitete die TU Chemnitz im Auftrag des Umweltamtes das Klimaschutzteilkonzept Erneuerbare Energien um die noch vorhandenen Potenziale Erneuerbarer Energien auf dem Stadtgebiet zu identifizieren. Ende 2020 wird der  6. Klimaschutzbericht der Stadt veröffentlicht, der einen aktuellen Einblick über den Status quo der Treibhausgasemissionen sowie der Klimaschutzaktivitäten gibt.

Klimaschutzteilkonzept Erneuerbare Energien

Um die CO2-Reduktionsziele der Bundesregierung bis 2050 zu erreichen, gab das Umweltamt der Stadt Chemnitz im Juni 2019 mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) ein Klimaschutzteilkonzept Erneuerbare Energien in Auftrag. Die Förderung erfolgte zu 50 % durch das BMU im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Auftragnehmer war die Professur für Technische Thermodynamik der TU Chemnitz.

 

Das Konzept enthält neben der sektorbezogenen Energie- und Treibhausgasbilanz eine Darstellung des Ist-Zustandes der erneuerbaren Energien in Chemnitz sowie eine Potenzialanalyse aller im Stadtgebiet verfügbaren oder zuführbaren erneuerbaren Energien. Außerdem wurden konkrete Maßnahmenvorschläge erstellt, die in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung verschiedener Ämter der Stadtverwaltung Chemnitz sowie der eins energie in Sachsen GmbH entwickelt wurden.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen

Klimapolitische Ziele der Stadt Chemnitz

Gemäß der Selbstverpflichtung des Klimabündnisses sowie den Festlegungen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts aus dem Jahr 2009 (SEKo) hat sich die Stadt Chemnitz im Wesentlichen die folgenden klimapolitischen Teilziele gesteckt:

  • Verminderung der Treibhausgasemissionen auf ein Niveau von 2,5 Tonnen CO2-Äquivalent pro Einwohner und Jahr
  • Halbierung der pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis zum Jahr 2030
  • CO2-Ausstoß soll dabei alle fünf Jahre um zehn Prozent reduziert werden
  • Verbesserung der Energieeffizienz um 20 % bis 2020
  • Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich auf 30 % bis 2020
  • Verdichtung und Umbau von Wärmenetzen bis 2020
  • Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich auf 14 % bis 2020

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