Zukunft gestalten

Chemnitzer Umweltpreis für Kinder und Jugendliche

Die Preisträger des Umweltpreises 2019

Die Preisträger 2019 stehen fest!

Mit dem Chemnitzer Umweltpreis werden von der Stadt Chemnitz mit Unterstützung der Partner eins energie in sachsen GmbH und Südsachsen Wasser GmbH jährlich die besten Ideen und Projekte von Kindern und Jugendlichen für einen aktiven und nachhaltigen Umweltschutz sowie gelungene Umweltbildung gewürdigt. Ausgezeichnet werden Projekte, die eine intensive Auseinandersetzung mit dem Schutz der Umwelt und ein aktives Handeln verlangen sowie nachhaltig angelegt sind.

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung wurden am Donnerstag, dem 06. Juni 2019 im Konferenzzentrum der eins energie in sachsen GmbH in Chemnitz durch Vertreter der Stadt Chemnitz alle Preisträger ausgezeichnet.

In der Altersklasse der Kindertagesstätten wurde das Kinderhaus Leonardo aus Erfenschlag für ihre Arbeit „Die Kräuterblume“ mit Urkunden und 300 Euro ausgezeichnet. Es wurden Kräuter gepflanzt, gepflegt und genascht. Ein Kräuterbuch mit getrockneten Pflanzen wurde angelegt. Die Kinder lernen sehr früh, dass gesunde Ernährung auch in unserer Natur zu finden ist.

In der Altersklasse der Grundschulen belegte das Theaterprojekt „Das ist kein Mee(ä)rchen“ der BIP Kreativitätsschule den mit 300 Euro dotierten 1. Platz. Die Schüler der 4. Klassen führten im Rahmen der Schultheaterwoche im Fritztheater und im Schauspielhaus Chemnitz ihr Stück auf welches sich mit der Verschmutzung der Weltmeere beschäftigt. Dabei werden Themen wie Ölpest, Überfischung, Erwärmung der Ozeane oder Plastikmüll wie auch Piraterie kritisch beleuchtet.

Zwei Familien aus dem Stadtteil Ebersdorf haben mit ihren 4 und 7 Jahre alten Kindern den Ebersdorfer Dorfbach und das sich anschließende Landschaftsschutzgebiet von Abfall, vor allem von Plastikmüll befreit. Dabei lernten die Kinder wie wichtig eine saubere Umwelt ist. Eine kleine Dokumentation wurde durch die Kinder selbst erstellt. Für dieses Engagement mit ihrem Projekt „Drei Müllsäcke, zwei Familien, eine Aktion“ erhielten die vier Kinder den 2. Preis und 200 Euro in ihrer Altersklasse.

Die Teilnehmer des Terra Nova Campus – Die Entdeckerschule war in diesem Jahr zum wiederholten Mal beim Umweltpreis dabei. Sie erarbeiteten ihr umfangreiches Projekt „Nur Natur“. In diesem komplexen Thema lernten sie natürliche Bestandteile unserer Umwelt kennen. Sie bauten Nistkästen und haben diese im Bereich ihrer Schule angebracht. Mit einer Blumenwiese wollen die Schüler den Insekten einen Lebensraum schaffen. Dazu haben sie „Samenbomben“ hergestellt. Mit ihrem Ausblick auf künftige Aufgaben lassen sie erkennen, dass Naturschutz ein längerfristiges Projekt auch in Zukunft sein wird. Die Entdeckerschule erhielt ebenfalls einen 2. Preis und 200 Euro.

Die Schüler Niklas Schönherr, Amidala Rost und Lenny Brehme lernten in ihrem Projekt „Was passiert in der Kläranlage?“ wie eine Kläranlage funktioniert und welche Untersuchungen des Trinkwassers stattfinden. Sie bastelten verschiedene Stufen der Wasseraufbereitung zu Hause nach und testeten deren Funktionsweise. Für diese Arbeit erhielten sie den 3. Preis in ihrer Altersklasse und 150 Euro.

In der Altersklasse der Klassen 5 bis 8 hat sich Nick Haubold mit einer Vielzahl verschiedener Möglichkeiten zur „Erhaltung Förderung der Artenvielfalt im Kleingarten“ auseinander gesetzt. Im Garten seiner Großeltern setzte er Maßnahmen zum Schutz von Igeln um. Für Insekten und Vögel wurden Unterkünfte geschaffen und ein besonderes Augenmerk galt den Bienen. Die Bepflanzung des Gartens wurde auf Pflanzen ausgerichtet, die speziell Insekten Nahrung bieten. Besonders bedeutsam ist sein Engagement, Artenvielfalt durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen in die Breite zu tragen. Für sein Projekt erhält er den 1. Preis und 300 Euro.

Mit der Schädigung unserer Umwelt durch Plastikmüll beschäftigt sich auch Marewa Berner in ihrem Projekt „Plastikmüll in unserer Umwelt“. Sie hat recherchiert einschließlich eines Besuchs im Umweltbundesamt in Dessau. In ihrer Arbeit konnte sie sehr weitreichend darstellen, vor welcher Herausforderung die Menschheit steht. Angefangen vom steigenden Aufkommen an Plastikmüll über die Verseuchung der Weltmeere bis hin zu praktischen Auswirkungen auf die Tierwelt in den Meeren und deren dramatische Schädigungen stellte sie die globalen Auswirkungen sehr plastisch dar. Schließlich versuchte Marewa 2 Wochen „plastikfrei“ zu leben. Es gelang ihr unerwartet umfangreich. Insbesondere die sog. „unverpackt-Geschäfte“ waren hierfür unerlässlich. Mit dem 2. Preis, dotiert mit 200 Euro, wird diese Leistung gewürdigt.

Die Tagesgruppe „Leuchtturm“ des Caritasverbandes für Chemnitz und Umgebung e. V. hat in Kooperation mit dem Nachhall e. V. Chemnitz das im Rahmen des ESF geförderte Projekt „Natur in Kinderhände“ eingereicht. Die Teilnehmer arbeiten dabei im Saatgutgarten und erlernen dort Fähigkeiten und Fertigkeiten für ihr zukünftiges Leben. Sie sind an den Themen des Nachhall e. V. beteiligt und arbeiten während des gesamten Jahres mit an naturnaher Bewirtschaftung am innerstädtischen Garten. Dafür erhalten Sie den 3. Preis und 150 Euro. Darüber hinaus leistet die Tagesgruppe „Leuchtturm“ eine vorbildliche Arbeit beim Heranführen von Kindern an die Themen des Umweltschutzes. Hierfür hat sich die Jury für einen zusätzlichen Sonderpreis von 150 Euro entschieden.

Mit dem sehr aktuellen Thema des Insektensterbens haben sich die Klassen 6/4 und 6/5 des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums unter dem Thema „Nehmt es selbst in die Hand - Aktives Handeln gegen das Insektensterben“ auseinandergesetzt. Sie lernten verschiedenste Insekten und deren Aufgaben in unserer Umwelt kennen. Mit Insektenhotels wollen sie helfen, den verschiedensten Insekten ein Zuhause zu geben. Für diese Arbeit haben sie einen weiteren 3. Platz und 150 Euro errungen.

In der Altersklasse der 9. Klassen bis zum Alter von 20 Jahren werden drei Preise vergeben.

Falco Eigner beschäftigt sich seit langem mit Insekten und Lebewesen in Wiesen. Er setzt sich in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch mit dem Insektensterben auseinander. Dabei verfolgt er den Ansatz, dass für die Arterhaltung und den Schutz derer Lebensräume die genaue Kenntnis der Arten notwendig ist. Hierzu hat er ein Verfahren entwickelt, mit dem anhand der einzigartigen Laute der Tiere deren Bestimmung sicher identifiziert werden sollen. Mit seinem Thema „Die Gesänge der Wiese entschlüsseln“ nimmt er am Bundesfinale von Jugend forscht teil. In Chemnitz erhält er in seiner Altersklasse den 1. Preis und 300 Euro.

Die Mitglieder der Solar-AG des Georgius-Agricola-Gymnasiums befassen sich seit vielen Jahren mit dem Bau von Solarmobilen und folgen damit mit dem energiepolitisch forcierten Trend zur Elektromobilität. Seit 2013 nehmen die Schüler der Solar-AG an Wettbewerben teil und erringen dort immer wieder Preise. Dieses Thema bietet dabei immer neue Herausforderungen zum Forschen nach neuen Materialien, konstruktiven Lösungen und auch gestalterischen Varianten. So wurden Lösungen mit aufgesetzten Landschaften entwickelt und gebaut. Auch technische Varianten bspw. einer Fahrtrichtungsumkehr wurden getestet. Für die Fortsetzung dieses erfolgreichen Wegs erhalten sie für „Solar angetriebene Modellfahrzeuge - von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung“ den 2. Preis und 200 Euro.

Ein interessantes Thema haben drei Schüler der Oberschule am Flughafen untersucht. Mit ihrem Projekt „Was ist Nano?“ haben sie zunächst ermittelt um welche Dimensionen es sich handelt. Sie stellen fest, welche vielfältigen Möglichkeiten Nanotechnologie in der praktischen Anwendung, genannt sein hier nur der Einsatz für den Lotuseffekt, bietet. Aber auch die Risiken für unsere Umwelt haben sie bspw. betrachtet und festgestellt, welche Auswirkungen Nanopartikel beim Austrag aus Düngemitteln und Sprays oder beim Abgasausstoß von Abfallverbrennungsanlagen haben. Für ihre Arbeit erhalten sie den 3. Preis und 150 Euro.

Alle Preisträger erhielten Urkunden, die ausgelobten Preisgelder und kleine Präsente.

Als interessantes Rahmenprogramm bei einer Führung durch die Schaltwarte der eins wurden sehr viele Informationen rund um unsere Energieversorgung und die bedeutende Arbeit, welche die Mitarbeiter der eins haben, mit großem Interesse aufgenommen.

Allen Teilnehmern und Preisträgern gebührt Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen im Interesse unserer Zukunft in einer sauberen Umwelt. Das Umweltamt der Stadt Chemnitz möchte sich bei allen für ihr Engagement und die gezeigten Leistungen herzlich bedanken und hofft auf erneute rege Teilnahme am Wettstreit um die Plätze des Chemnitzer Umweltpreises 2020.


Bewerbung zum Chemnitzer Umweltpreis 2020

Die Bewerbungsfrist für den Chemnitzer Umweltpreis 2020 endet am 15. April 2020. Informationen zu den Bedingungen enthält die jährliche Auslobung.

Auszeichnungs-veranstaltung 2019

Am 06. Juni 2019 wurden in einer festlichen Veranstaltung im Konferenzzentrum der eins energie in sachsen GmbH die Preisträger des Chemnitzer Umweltpreises für Kinder und Jugendliche 2019 geehrt. Gleichzeitig wurden die Preisträger des Frühjahrsputzes 2019 „Für ein sauberes Chemnitz“ mit dem „Goldenen Besen“ ausgezeichnet.