Schwangeren-, Familien- und Konfliktberatung

Die Mitarbeiter beraten zu Fragen der Familienplanung, Schwangerschaft und Geburt. Themen sind vor allem finanzielle Hilfen wie Eltern- oder Kindergeld. Auch Fragen zum Mutterschutz, zu Leistungen der Krankenkassen oder zu Kursen zur Geburtsvorbereitung werden behandelt.

Das Angebot richtet sich überwiegend an jugendliche und allein erziehende Mütter in finanziellen oder seelischen Notlagen, aber ebenso an werdende Mütter aus gesicherten wirtschaftlichen und familiären Verhältnissen.

Schwangerschaftskonfliktberatung

Die Schwangerschaftskonfliktberatung im Gesundheitsamt ist eine anerkannte Beratungsstelle, die den Anforderungen einer im § 219 StGB festgesetzten Beratung entspricht, die vorrangig dem Schutz des ungeborenen Lebens dient. Der Schwangeren sollen Perspektiven für ein Leben mit dem Kind eröffnet werden, die sie zur Fortsetzung der Schwangerschaft ermutigen und in die Lage versetzen, eine gewissenhafte und verantwortliche Entscheidung zu treffen. Dabei muss der Frau bewusst sein, dass das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat und dass deshalb nach unserer Rechtsordnung ein Schwangerschaftsabbruch nur in Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann, wenn der Frau durch das Austragen des Kindes eine Belastung erwächst, die so schwer und außergewöhnlich ist, dass sie die zumutbare Opfergrenze übersteigt.

Die Beratung soll durch Rat und Hilfe dazu beitragen, die in Zusammenhang mit der Schwangerschaft bestehende Konfliktlage zu bewältigen und einer Notlage vorzubeugen bzw. abzuhelfen. Die Mitarbeiter informieren zu psychosozialen, medizinischen und wirtschaftlichen Hilfen für alle betroffenen Frauen und deren Familien. Außerdem können weiterführende Beratungen während der Schwangerschaft, nach der Geburt des Kindes oder auch nach einem Abbruch der Schwangerschaft erfolgen.
 

Die Leistungen der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung im Einzelnen:

  • Beratung von Schwangeren in Konfliktsituationen gemäß §§ 218/219 Strafgesetzbuch sowie §§ 5/6 Schwangerschaftskonfliktgesetz (ggf. Ausstellen der Beratungsbescheinigung)
  • Beratung/Information über soziale Leistungen, rechtliche  Ansprüche und Unterstützung bei deren Geltendmachung (z.B. bei Wohnungssuche, Kinderbetreuung oder Ausbildungsplatz)
  • Vermittlung von finanziellen Hilfen, insbesondere der Stiftung „Hilfe für Familien, Mutter und Kind“
  • Beratung zur Vorbereitung auf ein Leben mit Kind (z.B. Geburtsvorbereitung, Elternschaft, Vermittlung von Angeboten zur Familienbildung)
  • Beratung zur Familienplanung und bei unerfülltem Kinderwunsch
  • Beratung nach einem Schwangerschaftsabbruch
  • Beratung bei familiären Problemlagen, Psychosoziale Beratung

Weitere Informationen im Netz


Publikationen

Flyer der Bundesstiftung Mutter und Kind

Das Informationsblatt der Bundesstiftung Mutter und Kind enthält erste Informationen darüber, wohin sich schwangere Frauen in Notlagen wenden können.